Zoho CRM und HubSpot tauchen bei der CRM-Auswahl regelmäßig auf derselben Shortlist auf – und trotzdem zielen die beiden Plattformen auf sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Die eine punktet mit Funktionsbreite zum kleinen Preis, die andere mit einer aufgeräumten, marketingnahen Oberfläche. Hier bekommst du einen fairen, sachlichen Vergleich, damit du einschätzen kannst, welches System besser zu deinem Team passt.
Grundausrichtung: Funktionsbreite vs. Wachstumsplattform
Zoho CRM ist Teil eines riesigen Software-Ökosystems. Rund um das CRM gibt es dutzende weitere Zoho-Apps – von Buchhaltung über Projektmanagement bis Helpdesk. Der Reiz liegt in der Breite zum vergleichsweise niedrigen Preis: Wer ohnehin im Zoho-Kosmos arbeitet, bekommt viele Bausteine, die ineinandergreifen.
HubSpot ist als All-in-one-Wachstumsplattform gestartet, ursprünglich mit Fokus auf Marketing und Inbound. Heute deckt es über verschiedene „Hubs" (Marketing, Sales, Service, Content) ein breites Spektrum ab. Der Schwerpunkt liegt auf einer einheitlichen, sehr zugänglichen Oberfläche und schnellem Einstieg.
Bedienung und Einarbeitung
- HubSpot: gilt als besonders zugänglich. Teams sind oft in Tagen statt Wochen produktiv, die Oberfläche ist aufgeräumt und weitgehend selbsterklärend.
- Zoho CRM: sehr funktionsreich, aber dichter. Viele Möglichkeiten entfalten sich erst nach Konfiguration, und die schiere Menge an Einstellungen kann anfangs überfordern.
Wenn du ein kleines Team ohne dedizierten CRM-Admin hast, fühlt sich HubSpot meist leichter an. Wenn du bereit bist, Zeit in die Einrichtung zu stecken, holst du aus Zoho dafür mehr Funktionen pro Euro heraus.
Anpassbarkeit und Erweiterungen
Beide Systeme lassen sich anpassen, gehen dabei aber unterschiedlich vor.
- Zoho CRM bietet tiefe Konfigurierbarkeit: eigene Module, Workflows, Skripting über die hauseigene Logik und enge Verzahnung mit den anderen Zoho-Apps. Für Teams, die individuelle Prozesse abbilden wollen, ist das stark.
- HubSpot ist ebenfalls erweiterbar und hat einen wachsenden App-Marktplatz, bleibt aber bewusst geradliniger. Weniger Stellschrauben bedeuten weniger Wartung – für viele Teams ein Pluspunkt.
Marketing, Sales und Service im Zusammenspiel
- HubSpot ist besonders stark, wenn Marketing und Vertrieb eng zusammenarbeiten: Lead-Erfassung, E-Mail-Marketing, Landingpages und Content liegen nah am CRM und greifen sauber ineinander.
- Zoho deckt diese Bereiche über zusätzliche Apps im eigenen Ökosystem ab (etwa für Kampagnen oder Social Media). Das ist mächtig, fühlt sich aber eher wie mehrere verbundene Werkzeuge an als wie eine durchgehende Oberfläche.
Wenn dein Schwerpunkt auf Inbound-Marketing und enger Sales-Marketing-Verzahnung liegt, spielt HubSpot seine Stärke aus. Geht es dir um ein breites, günstiges Toolset für viele Geschäftsbereiche, ist Zoho oft die wirtschaftlichere Wahl.
Preise und Gesamtkosten
- Zoho CRM: bekannt für ein günstiges Einstiegsniveau und gestaffelte Editionen. Gerade für preissensible Teams ist das attraktiv – allerdings solltest du einrechnen, dass zusätzliche Zoho-Apps eigene Lizenzen kosten können.
- HubSpot: großzügiger Gratis-Einstieg, doch ernsthafte Sales- und Marketing-Funktionen liegen in höheren Stufen. Die Kosten skalieren spürbar mit Kontakten und zusätzlichen Hubs.
In beiden Fällen lohnt es sich, genau zu rechnen, welche Module du wirklich brauchst – sonst zahlst du schnell für Funktionen, die ungenutzt bleiben.
Wann Zoho CRM, wann HubSpot?
- Zoho CRM passt, wenn du viel Funktionsbreite zu einem niedrigen Preis suchst, bereit bist, Zeit in die Einrichtung zu investieren, und vielleicht ohnehin weitere Zoho-Apps nutzt.
- HubSpot passt, wenn du einen schnellen, einfachen Einstieg, enge Marketing-Sales-Verzahnung und eine aufgeräumte Oberfläche willst – ideal für wachsende kleine und mittlere Teams.
Es gibt also kein pauschales „besser". Die richtige Wahl hängt von Teamgröße, Prozessreife und Budget ab.
AM CRM als Alternative
Beide Plattformen können mehr, als viele Vertriebsteams im Alltag brauchen – und genau hier setzt AM CRM an. Es ist ein All-in-one Sales-CRM, bei dem alles in jedem Vertrag inklusive ist: Kontakte mit 360°-Verlauf, visuelle Drag-&-Drop-Pipelines, integrierte Telefonie (1-Klick-Anruf, Auto-Dialer, Aufzeichnung, Anrufprotokoll), WhatsApp, SMS und E-Mail im Zwei-Wege-Modus, Automationen über einen visuellen Flow-Builder, Terminbuchung und KI-Funktionen.
Statt Module einzeln zu lizenzieren oder mehrere Apps zu verknüpfen, bekommst du ein fokussiertes Werkzeug für den Sales-Alltag – schnell startklar, transparent bepreist ab 12 €/Monat (jährlich −40 %) und DSGVO-orientiert aus Europa. Gerade für Teams, die viel telefonieren und über WhatsApp arbeiten, ist das oft die schlankere Wahl.
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